Die documenta Kassel – der Rahmen für Gegenwartskunst

Jenseits der historisch verstandenen Kunst als Teil der bildenden Kunst fokussieren Interessierte heute auch auf die zeitgenössische Kunst. Sie wird gemeinhin als Gegenwartskunst verstanden, innerhalb derer die Werke von Kunstproduzierenden der Gegenwart von Kunstrezipientinnen und -rezipienten derselben Zeit verstanden und als bedeutend eingestuft werden.

International eine der bedeutendsten Messen

Wie wichtig die zeitgenössische Kunst heute ist, wird am Beispiel der documenta Kassel deutlich. Diese alle fünf Jahre stattfindende Ausstellung ist international als eine der bedeutendsten Messen für zeitgenössische Kunst zu verstehen. Zwar war ihre erste Ausstellung im Jahr 1955 für ihren Initiator, den Kasseler Kunstprofessor und Designer Arnold Bode, die Möglichkeit, die während der NS-Zeit als ‚Entartete Kunst’ verbannte Abstrakte Kunst in die Öffentlichkeit zu bringen. Doch wurde die documenta in den Folgejahren und bis heute der Gegenwartskunst gewidmet. Die präsentierten Werke waren anfangs aus Europa und sind heute auch aus Amerika, Afrika und Asien.

Steigendes Interesse an zeitgenössischer Kunst

Das Interesse an der Gegenwartskunst steigt und die Kunstausstellung dokumenta gewinnt an Bedeutung. Im Jahr 2017 zeichnete Adam Szymczyk, seines Zeichens polnischer Kunstkritiker und Kurator, für die documenta 14 verantwortlich und ließ sie zum ersten Mal an den beiden Standorten Kassel und Athen stattfinden. Die Ausstellerinnen und Aussteller waren eingeladen, ihre Werke sowohl hier als dort zu zeigen. Letztlich fanden sich insgesamt über eine Million Besucherinnen und Besucher ein. Dabei durchlief diese internationale Ausstellung zeitgenössischer Kunst auch in diesen Wochen, übrigens wie seit ihrem Bestehen, immer wieder Höhen und Tiefen. Sie fand zwar zunehmend internationale Anerkennung, hatte jedoch auch Skandale, sorgte für Zweifel und erntete Kritik. Dies war 2017 nicht anders, denn der zweite Standort Athen sorgte für Diskussion – auch, weil er Kosten verursachte, die mit einem Defizit zu Buche schlugen.

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