Die Musikfestivals in der Übersicht

Von Mai bis September steigen die hiesigen Musikfestivals. Sie sind klein, mit bis zu 1.000 zugelassenen Fans, oder groß mit 70.000 bis 100.000 Fans und umfassen nahezu das gesamte heutige Spektrum von leisen Tönen bis harten Rhythmen.

Mai

Den Anfang macht im Mai das Immergut Festival in Neustrelitz, Mecklenburg-Vorpommern. Es ist ein Treffen von Indiefans. Die Atmosphäre ist familiär. Das Festival verzichtet auf große Namen, bietet jedoch ein Programm, welches mit Liebe zum Detail und zur Musik ausgesucht wurde.

Juni

Gleich drei Festivals stehen im Juni an. Rock am Ring ist mit fast 100.000 Besucherinnen und Besuchern das größte Rockfestival Deutschlands. Das Maifeld Derby in Mannheim fasst an der Pferderennbahn des Mannheimer Maimarktgeländes fast 15.000 Fans und bietet Genres von Indierock bis Electronica. Scheeßel in Niedersachsen und Neuhausen ob Eck in Baden-Würtemberg sind Veranstaltungsorte für ein Festivaldoppel: das Hurricane im Norden und das Southside im Süden. Hier spielen die Bands viel Unterschiedliches.

Juli

Das Kosmonaut Festival in Stausee Rabenstein – Chemnitz, Sachsen, ist mit 15.000 Fans das erste große deutsche Festival im Juli. Es hat seine Existenz der Band Kraftklub aus Chemnitz zu verdanken und ist stilistisch auf die Gastgeber ausgerichtet. Das kleinste Festival mit 1.000 Besucherinnen und Besuchern ist Sacred Ground in Brüssow/Uckermark, Brandenburg. Dort ist Dreamhouse zu hören. Einige Tage später findet das Deichbrand Festival am Seeflughafen Cuxhaven, Niedersachsen, statt. Die Besucherzahlen liegen mittlerweile bei 60.000 Fans, die mit Elektronik, Rap und Rock feiern können. Gleich zwei Festivals hintereinander sind in Ferropolis, Sachsen-Anhalt, angesagt. Zuerst das SPLASH!, für etwa 20.000 Besucherinnen und Besucher ein Spitzen-Festival für Rap. Dann das MELT!, zu dem etwa 21.000 Besucherinnen und Besucher erwartet werden und zwischen Techno, Indie und Pop gespielt wird. Hinzu kommt das Helene Beach in Helenensee / Frankfurt (Oder) mit einer Besucherzahl, die bei 25.000 liegt.

August

Das Big Day Out Festival in Anröchte, Nordrhein-Westfalen, bietet für rund 10.000 Fans Genre-Mix. Das Appletree Garden findet in Diepholz, Niedersachsen, mit Spitzenacts für 5.000 Gäste statt. Zum Open Flair Festival im hessischen Eschwege reisen jährlich rund 20.000 Fans an, um sich Hip-Hop, Rock und Pop anzuhören. Rocken am Brocken in Elend, Sachsen-Anhalt, bietet seinen 6.000 Fans neben den Acts ein Rahmenprogramm. Das Haldern Pop Festival setzt für 7.000 Fans Genre-Mix in Nordrhein-Westfalen. A Summer’s Tale in Luhmühlen, Niedersachsen, schlägt für 13.000 Musikfreunde und -freundinnen die leisen Töne an. Das Highfield Festival im sächsischen Störmthaler See – Großpösna bringt 35.000 Fans zum Indie-Rock zusammen, das MS Dockville in Hamburg 60.000 Besucherinnen und Besucher für Acts von nationalen Newcomern und internationalen Geheimtipps. Ende August steigt das Pangea Festival, zu dem 5.000 Fans in Pütnitz, Mecklenburg-Vorpommern, erwartet werden.

September

Das Lollapalooza Festival in Berlin bringt bis zu 70.000 Gäste ins Olympiastadion, die Genremix von Rap über Pop bis Rock anhören.

Treppenhausausstellung, Schulausstellung, Biergartengalerie

Es ist bei Weitem nicht so, dass interessante Kunstausstellungen nur in Museen und Galerien zu finden sind. Sie können auch in einem bestimmten Rahmen und zu besonderen Themen und bestimmten Zeiten für Aufsehen sorgen und in Treppenhäusern, Cafés oder auch Schulen einem interessierten Publikum gezeigt werden.

Treppenhausaustellung im Heinrich-Heine-Institut

So haben Treppenhausausstellungen ihren besonderen Charme, was im Übrigen das Heinrich-Heine-Institut der Stadt Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen weiß. Es stellte vierzehn Fotografien, sprich Schnappschüsse, zum Thema ‚Dichter in Badenhosen’ zusammen und hing sie im Treppenhaus auf. So sah man dort Heinrich Spoerl mit seiner Gertrud und Sohn Alexander am Schliersee, Heinrich Mann und Lion Feuchtwanger am Strand von Sanary-sur-Mer an der französischen Côte d’Azur und Rose Ausländer beim Badespaß in New York. Für die Ausstellungseröffnung zeichnete ein Mitarbeiter des Instituts mit seinem Vortrag ‚Heinrich Heine im Seebad’ verantwortlich. Der sommerlichen Jahreszeit entsprechend wurden dazu leichte Petit Fours und Sanddorn-Cocktails gereicht.

Ausstellungen dieser Art zeigen Atmosphäre und setzen bestimmte kulturelle Schwerpunkte sowie heitere bis ernste Akzente. So erfuhren die Besucherinnen und Besucher in Düsseldorf einiges über den Urlaub der Damen und Herren aus dem Dichterfach. Denn es gab Vorträge wie ‚Der Globetrotter Hanns Heinz Ewers’ oder ‚Die Geburtsstunde der Feuerzangenbowle am Starnberger See’, wobei sich zu dieser Gelegenheit bezeichnenderweise auch Anna-Katharina Spoerl Kolb, die Enkelin des Dichters Heinrich Spoerl, die Ehre gab. Es spricht also einiges für Fotografie-Ausstellungen dieser Art, denn die Zusammenstellung biografischer Raritäten kann durchaus kulturellen Wert aufweisen und für öffentliche Aufmerksamkeit sorgen.

Vom Kunstunterricht in die Ausstellung

Der Kunstunterricht in den Schulen bringt bundesweit immer wieder einladende Ausstellungen verschiedener Klassenstufen zustande. Dabei zeigt sich bereits in jungen Jahren, wie Kinder mit Fantasie, Farben und Formen zu arbeiten wissen. Die älteren Jahrgänge haben sich dagegen bereits mit Genres wie der Malerei, Fotografie oder auch Zeichnungen sowie Skulpturen befasst. Am Beispiel von Kunstkursen des Sängerstadt-Gymnasiums im brandenburgischen Finsterwalde wird dies deutlich. Es hat Tradition, dass die Abiturklassen dort jedes Jahr eine Vernissage mit Ausstellung erhalten. Dabei sind ausschließlich die besten Arbeiten aus dem Kunstunterricht der letzten beiden Jahre vor dem Abitur zu besichtigen. Sie hängen in den Fluren und Räumen der Schule aus und können dort nach der musikalisch umrahmten Vernissage betrachtet werden.

Ölbilder und antike Uhren bei Kaffee und Bier

‚Im Dorf’ ist sowohl Galerie und Biergarten. Es liegt idyllisch im schleswig-holsteinischen Bosau. Das Konzept, Kunst, Antiquitäten und Gastronomie unter einem Dach zu vereinen, wird in den Räumen des Hauses sehr schnell deutlich. Dort hängen beispielsweise Ölbilder der deutschen expressionistischen Künstlerin Ingrid Tödt an den Wänden und werden antike Uhren wirkungsvoll präsentiert. Das Haus bietet Bier, Wein und Kaffee an. Dementsprechend hängen die Kaffeepötte schön aneinandergereiht an der Wand, stehen die Bierkrüge fein säuberlich nebeneinander in der Nähe des Tresens. Im Inneren stehen Tische und Stühle, wie sie den Sommer über draußen im lauschigen Garten ebenfalls zu finden sind. So hat Bosau einen Ort, an dem sich Freundinnen und Freunde von Kunst, Antiquitäten und Gastronomie treffen.

Hauskonzerte im kleinen Rahmen

Hauskonzerte lassen sich aus der Geschichte der Musikzimmer ableiten. Dies war die Zeit der höfischen und bürgerlichen Salons des deutschen Biedermeier, sodass nicht nur der Adel das Statussymbol, den Flügel, für sich beanspruchen konnte. Damals waren diese Räume edel ausgestattet. So hatte beispielsweise die ‚Graue Stube’ im Frankfurter Goethe-Haus eine Stuckdecke, die plastisch herausgearbeitete Musikinstrumente zeigte. Die Musikzimmer jener Zeit hatten Tasteninstrumente, auch Flötenbehälter und Sitzgelegenheiten, und Hauskonzerte waren eine prestigeträchtige Angelegenheit.

Hauskonzerte am Flügel

Hauskonzerte sind auch im heutigen Deutschland von Ost nach West und Nord nach Süd gefragt – nur anders. Im kleinen privaten Rahmen besteht die Möglichkeit, Konzerte zu veranstalten, die nicht zum Üben des Sohns oder der Tochter gedacht sind, sondern von Musikstudentinnen und -studenten oder professionellen Musikern und Musikerinnen gegeben werden. Sie kommen durch Vermittlung und Bestellung zustande, und sie finden in angenehmem Ambiente statt. Quer durch Deutschland bieten Hauseigentümer und -eigentümerinnen, die der Musik zugetan sind, Räumlichkeiten bei sich zu Hause an. Beispielsweise in Berlin, wo ein Ehepaar einen Seiler Konzertflügel 242, Seriennummer 173.007, Baujahr 2006 im Musikzimmer für Hauskonzerte bereitstellt, damit Musikerinnen und Musiker, Musikstudentinnen und -studenten kostenlos ihr Aufnahme- oder Prüfungsprogramm spielen können. Sie tun dies im kleinen privaten Rahmen und ohne Druck. Die Gastgeber verstehen dies als Probe aufs Exempel.

Das Repertoire zum Hauskonzert

Andererseits bieten sich professionelle Musiker und Musikerinnen für solche Hauskonzerte an. Dafür listen sie Qualifikationen und Repertoire auf. Dies macht zum Beispiel die Pianistin Anne Riegler. Sie gewann den Ersten Preis beim internationalen Klavierwettbewerb Anton Rubinstein im Jahr 2018 in Düsseldorf, und sie gibt auf ihrer Homepage neben ihrer internationalen Tätigkeit als Pianistin auch Hörproben zu ihrem Repertoire, darunter Wolfgang Amadeus Mozarts ‚Piano concerto C major, Köchelverzeichnis 467’.

Eine große Kunstmesse auf hohem Niveau

An und für sich ist die Art Cologne eine Messe für zeitgenössische Kunst, die zu den ältesten der Welt gehört. Sie hat jedoch seit ihrem Gründungsjahr 1967 ein Hin und Her erlebt sowohl bezogen auf den Veranstaltungsort, die Veranstalter, den Termin als auch den Namen. Dann folgten die konkurrierenden und alternativ veranstalteten Messen. Heute öffnet die Art Cologne jährlich in Köln ihre Tore und dies nicht mehr im Herbst, sondern im Frühjahr.

Über das Leistungsvermögen des Kunsthandels

Die Kunstmesse ist international und bietet einen Überblick über den Kunsthandel in Europa und Übersee, über dessen Leistungsvermögen und das hohe Niveau, auf welchem sich eine große Zahl von in- und ausländischen Galerien präsentiert. Der Rahmen, innerhalb dessen Kunstfreundinnen und -freunde, die Fach- oder Privatbesucher sein können, sich in Köln informieren, reicht von der klassischen Moderne über die Kunst nach 1945 bis zur modernen und zeitgenössischen Kunst. Die Kunstwerke sind zum Beispiel aus der Fotografie und Malerei, sind auch Skulpturen, Installationen und Videos.

Über den ART-COLOGNE-Preis

Seit 1988 übergeben der Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler, BVDG, und die koelnmesse den ART-COLOGNE-Preis in Höhe von 10.000 Euro jedes Jahr an Künstler oder Künstlerinnen. 2018 wurde er der Unternehmerin und Kunstsammlerin Julia Stoschek zuteil, 2019 Christian Kaspar Schwarm, dem Mitbegründer der kostenfreien Online-Plattform Independent Collectors