Hauskonzerte im kleinen Rahmen

Hauskonzerte lassen sich aus der Geschichte der Musikzimmer ableiten. Dies war die Zeit der höfischen und bürgerlichen Salons des deutschen Biedermeier, sodass nicht nur der Adel das Statussymbol, den Flügel, für sich beanspruchen konnte. Damals waren diese Räume edel ausgestattet. So hatte beispielsweise die ‚Graue Stube’ im Frankfurter Goethe-Haus eine Stuckdecke, die plastisch herausgearbeitete Musikinstrumente zeigte. Die Musikzimmer jener Zeit hatten Tasteninstrumente, auch Flötenbehälter und Sitzgelegenheiten, und Hauskonzerte waren eine prestigeträchtige Angelegenheit.

Hauskonzerte am Flügel

Hauskonzerte sind auch im heutigen Deutschland von Ost nach West und Nord nach Süd gefragt – nur anders. Im kleinen privaten Rahmen besteht die Möglichkeit, Konzerte zu veranstalten, die nicht zum Üben des Sohns oder der Tochter gedacht sind, sondern von Musikstudentinnen und -studenten oder professionellen Musikern und Musikerinnen gegeben werden. Sie kommen durch Vermittlung und Bestellung zustande, und sie finden in angenehmem Ambiente statt. Quer durch Deutschland bieten Hauseigentümer und -eigentümerinnen, die der Musik zugetan sind, Räumlichkeiten bei sich zu Hause an. Beispielsweise in Berlin, wo ein Ehepaar einen Seiler Konzertflügel 242, Seriennummer 173.007, Baujahr 2006 im Musikzimmer für Hauskonzerte bereitstellt, damit Musikerinnen und Musiker, Musikstudentinnen und -studenten kostenlos ihr Aufnahme- oder Prüfungsprogramm spielen können. Sie tun dies im kleinen privaten Rahmen und ohne Druck. Die Gastgeber verstehen dies als Probe aufs Exempel.

Das Repertoire zum Hauskonzert

Andererseits bieten sich professionelle Musiker und Musikerinnen für solche Hauskonzerte an. Dafür listen sie Qualifikationen und Repertoire auf. Dies macht zum Beispiel die Pianistin Anne Riegler. Sie gewann den Ersten Preis beim internationalen Klavierwettbewerb Anton Rubinstein im Jahr 2018 in Düsseldorf, und sie gibt auf ihrer Homepage neben ihrer internationalen Tätigkeit als Pianistin auch Hörproben zu ihrem Repertoire, darunter Wolfgang Amadeus Mozarts ‚Piano concerto C major, Köchelverzeichnis 467’.

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